Bei bestem Wanderwetter trafen sich 13 Wanderbegeisterte am Bahnhof Gundelsheim zur Rundwanderung um die Böttinger Neckarschleife Der eigentlich kurze Weg ins „Himmelreich“, so heißt die Weinlage am Michaelsberg, blieb den Wanderern verwehrt, der steile Aufstieg auf den Michaelsberg ist schon seit Jahren gesperrt. So wurden auf dem längeren aber weniger steilen Weg zum Aussichtspunkt über Gundelsheim und das Neckartal einige Schweißperlen mehr vergossen als geplant. Doch die großartige Aussicht entschädigte für alle Mühen. Auf dem Friedhof bei der uralten Michaelskapelle fiel an der Friedhofswand ein Grabmal auf, das an den Mord an der fast 16-jährigen Magd Karoline Knollaus Böttingen am 01. Oktober 1905 erinnerte. Wanderleiter Roland Ortwein wartete mit einigen Infos über diese entsetzliche Tat auf.
Dann ging es auf einem Abschnitt des Neckarsteigs steil hinab zur Brücke über den Neckar in Haßmersheim. Von der Brücke aus hatte die Wandergruppe einen tollen Blick auf die über dem Neckar thronende Burg Hornberg. Weiter ging es am Neckar entlang, zum Teil auf dem Neckartal-Radweg zum NFH Neckarmühlbach. Die Teilnehmer waren überrascht vom gepflegten Eindruck des Hauses.
Nach der verdienten Stärkung mit Steaks und Würsten am Lagerfeuer rundete eine kleine Besichtigungsrunde im Haus und auf dem Gelände die Mittagspause ab. Die seit Jahresbeginn Verantwortlichen, Silke und Roland Ortwein, wiesen dabei auf schon erfolgte Arbeiten als auch auf noch bevorstehenden Aufgaben hin.
Der Weiterweg nach Gundelsheim führte durch meist hüfthohes Gras direkt am Neckarufer entlang. Bevor es über die Schleusenbrücke zurück zum Ausgangspunkt ging, konnte noch ein letzter Blick auf Schloss Horneck am gegenüberliegenden Ufer geworfen werden. (ro)
