Neckarmühlbach 4.9.26. Lange schlummerte das Naturfreundehaus, das ausschließlich an Gruppen komplett vermietet wird und nahm seine Funktion als Kristallisationspunkt für soziale Kontakte in und um Neckarmühlbach nicht mehr wahr. Umso mehr freute sich Bürgermeister Ernst bei seiner Ansprache über die Wiederbelebung und begrüßte auch die Umbaupläne: „Der Gemeinderat hat Hochachtung vor dem, was hier für die nächste Zeit geplant ist“. Um das Haus wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung vor Ort zu rücken, lud das Team des Naturfreundehauses in Neckarmühlbach zum „Jazz am Wald“ und über 100 Gäste kamen.
Sie erlebten einen Abend der Erkenntnis: Es braucht keine international bekannten Musiker, um Jazz und Swing auf höchstem Niveau zu präsentieren. Die vier Musiker der Band „Wannerstern“ haben die Anwesenden einfach nur begeistert! Bekannte Melodien wie „Night and day“ von Cole Porter, „Autumn leaves“ von J. Kosma u.a., „Black Orpheus“, oder“ What a wonderful world“ von George David Weiss erklangen virtuos vorgetragen und erfreuten die Anwesenden unter denen auch viele Naturfreunde waren.
Zweite Erkenntnis: Auch das Bier muss nicht erst durch die halbe Republik gefahren werden: Die Mitglieder des Brauverein Neckarmühlbach haben mit ihren exzellenten Bieren bewiesen, dass das „Bier von hier“ der neue Maßstab ist. Insgesamt haben sie mit ihrem tollen Equipment und ihrem breiten Angebot, in welchem neben dem Selbstgebrauten auch alkoholfreie Getränke oder ein Wein vorhielten, maßgeblich zum Gelingen des Abends beigetragen.
Und im gemütlich illuminierten Ambiente am Wald gab es dann noch eine dritte Erkenntnis: Flammkuchen können sie, die Naturfreunde – und wie! Dank an dieser Stelle an das Küchenteam unter der Leitung von Kevin Reimold: Jessica Reimold, Silke Wacker und Gudrun Hüftle, die höchst professionell vielfältige Variationen des Elsässischen Gebäcks zauberten und keine Wünsche offenließen.
Und am Ende standen auch viele Helfende bereit (Dank an Chris, Uli, Kathryn, Norbert, Gudrun, Silke, Kevin, Jessica) die dafür sorgten, dass das Haus noch spätabends abends an die Gruppe, die fürs Wochenende das Haus gemietet hat, „picobello“ übergeben werden konnte.
So war es am Ende ein erster Auftakt, nach der Zeit des Dornröschenschlafes, der nicht nur gelungen war, sondern bei vielen Gästen die Lust auf mehr geweckt hat. (Text und Bilder von Roland Ortwein)




